Flüchtlinge

Genügend Kräfte, Solidarität und Engagement für eine gemeinsame, lebenswerte Zukunft

Kirchenkreissynode Nordfriesland richtet sich mit einem Wort zur Flüchtlingsproblematik an die Öffentlichkeit

Breklum. Eine Lösung der Flüchtlingsproblematik könne nicht sein, „die Grenzen zu schließen und Menschen in prekärer humanitärer Lage vor den Zäunen stehen zu lassen“, bekundete die Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Nordfriesland auf ihrer Frühjahrstagung in Breklum. In einem einstimmig beschlossenen „Wort der Synode“ richtet sie sich an die Öffentlichkeit zwischen Eider und dänischer Grenze.

Als Christen seien wir aufgerufen, „Schutzsuchende aufzunehmen, ihr Leid und ihre Nor wahrzunehmen und ihnen Hilfe zu gewähren“, betonen die Parlamentarier des Kirchenkreises. Sie danken darum allen, die sich in der Hilfe für ankommende Menschen engagieren. Im Blick auf Unsicherheiten, Ängste und der Forderung nach Abgrenzung möchten die Synodalen ein Zusammenleben ermöglichen, „in dem es gelingt, sprachliche und kulturelle Hürden zu überwinden“, und „die Achtung der Würde des Anderen vor die Sorge um das Eigene zu stellen“. Unterstützt werden sollen „die politischen Kräfte, die um eine gemeinsame europäische Lösung ringen“.

Die Mitglieder der Kirche in Nordfriesland werden unter anderem dazu aufgerufen und ermuntert, das Leid der Schutzsuchenden wahrzunehmen, Menschenverachtung entgegenzutreten, sich als Bürger an Lösungen zu beteiligen und selbst „gute Beispiele für Verständnis, Offenheit, Begegnung und Integration zu geben. Der Kirchenkreis selbst stelle weiterhin Finanzmittel und Personal bereit und gewähre in ungeklärten Fällen auch weiterhin Kirchenasyl.

Überzeugt sind die Synodalen davon, dass es genügend Kräfte, Solidarität und Engagement gebe, „um zusammen mit den Menschen, die bei uns Schutz und ein neues Zuhause suchen, Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft zu entdecken“.

 

Wortlaut

Der Wortlaut der Erklärung als PDF