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03.03.2017
Von: Florian Stahl

Kurzfilmwettbewerb: Wofür einstehen?

NIEBÜLL. „Zeigt uns in einem 5-minütigen Film, was Eure Überzeugung ist“, so schreibt das Evangelische Kinder- und Jugendbüro des Kirchenkreises einen Wettbewerb im Rahmen des Reformationsjubiläums aus, der nicht ausschließlich christlich sondern generell wertorientiert gemeint ist. Gefragt sind Stellungnahmen zu gesellschaftspolitischen Fragen – von der sozialen Gerechtigkeit über Migration bis zum Klimawandel. Die Teilnehmer sollen ihre Meinung mitteilen und für diese einstehen. Ganz wie Martin Luther.


Anna Lena-Ihme lädt Jugendliche im Sinne Martin Luthers zur filmischen Stellungnahme ein. Bild: Florian Stahl

Das Motto „Ich steh' zu dem, woran ich glaube“ fordert zu Stellungnahmen auf: Was ist im Leben wichtig? Was ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar? Was muss geschehen, damit sich die Welt zum Guten entwickelt? Für wen oder was stehen wir ein? Woran glauben wir? Aus diesen Fragen können viele Antworten entstehen.

Das EKJB bewirbt die Aktion demnach auch mit den Aussagen „Ich glaube an die Magie des Lächelns, denn damit kommt man im Leben weiter“ und „Ich stehe zu meinem Team, denn ich glaube, nur zusammen kann man im Sport erfolgreich sein.“ Das EKJB wünscht ausdrücklich gesamtgesellschaftliche Meinungen und Beiträge, auch abseits der christlichen Überzeugungen. Denn in einer Zeit, die von Krisen und Herausforderungen beherrscht scheint, leitet sich aus Luthers berühmtem „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ eine Frage ab, die sich an alle richtet.

Als einzige Vorgabe gibt es vier Begriffe, die im Film als gesprochenes Wort oder in der Kulisse auftauchen müssen: Martin Luther, 1517, Bibel und Geschenk. Zum Beispiel kann die Jahreszahl auch als Uhrzeit der Wanduhr eingebaut werden. Die Filme können mit Kameras, Handys oder Tablets gedreht werden, darauf ist der Wettbewerb ausgerichtet. Format- und Genrevorgaben gibt es keine. Egal ob ernsthafter Kurzbericht oder lustiger Animationsfilm, ob mit Knetfiguren und Handpuppen, ob mit Interviews oder mit Schauspiel, gefragt ist die Stellungnahme.

Die Idee und der Inhalt werden bei der Bewertung wesentlich stärker berücksichtigt als die technische Umsetzung. Denn es soll ein Wettbewerb für möglichst viele sein. Anna Lena-Ihme, die Organisatorin im EKJB betont: „Wir richten uns alle Gruppen in Nordfriesland. Gruppen, Vereine, Kumpels - alle können mitmachen.“

Die Wettbewerbsbedingungen und das kurze Anmeldeformular sind über die Homepage des EKJB, www.ev-kinderundjugend-nf.de, abrufbar. Hier sind auch technische Tipps, Video-Tutorials, kostenlose Schnittprogramme und weitere hilfreiche Links aufgelistet. Der fertige Film kann als DVD eingereicht werden. Aber auch per e-mail, dann mit einem Link zu einem upload. Einsendeschluss ist der 30. September.

Die Preise haben passend zum Jubiläum einen Gesamtwert von 1517 Euro. Am 30. Oktober werden alle Filme öffentlich aufgeführt. Eine Jury wird dann Preise von 500, 300 und 200 Euro vergeben. Zusätzlich vergeben die Zuschauer einen eigenen Preis im Gegenwert von den verbleibenden 517 Euro, etwa ein Besuch in einem Freizeitpark oder eine Klassenfahrt.

Die Jury setzt sich zusammen aus den Ehrenamtlichen Glaubens- und Filmexperten Levke Schuchert und Lasse Eggers, dem Schauspieler Enno Kalisch aus Rodenaes, der Schauspielerin Kristin Hansen aus Kiel und Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk. Die ursprüngliche Idee für den Wettbewerb hatte Pastor Peter Jahnke aus Leck, er hatte sie dann zusammen mit Anna-Lena Ihme vom EKJB ausgearbeitet.