< Noch ist sie nicht eingerüstet
11.09.2017

Sommer fängt im Herzen an

Nordfriesland – Es war nicht gerade ein Jahrhundertsommer: zu kalt, zu nass, zu kurz. Für die Mädchen und Jungen aber, die an den Freizeiten des Evangelischen Kinder- und Jugendbüros Nordfriesland (EKJB) teilgenommen haben, gab es kein Schlecht-Wetter. Ihre Sommertage waren erfüllt von Begegnungen, von Gemeinschaft, von Entdeckungen und Erfahrungen, und für viele von ihnen wird dieser Sommer eben doch „Jahrhundertsommer“ im Sinne unvergesslicher Erinnerungen sein.


Insgesamt war das EKJB 69 Tage unterwegs. Vier Freizeiten fanden in Dänemark auf Zeltplätzen statt. Das Besondere dieser Reisen: Sie waren alle inklusiv. Das meint, das Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigungen willkommen waren. Ein gewisses Kontingent der Plätze, so erzählt Susanne Kunsmann vom EKJB ist für das Amt für Soziale Dienste vorgesehen. Dadurch nehmen auch Kinder teil, deren Startbedingungen im Leben eher schwierig sind. „Wir machen das seit Jahren inklusiv“, sagt die Diakonin. „Wenn wir als Kirche nicht versuchten, inklusiv zu sein, dann wäre das echt schräg.“ Eine weitere Besonderheit: Diese Freizeiten werden von qualifizierten Ehrenamtlichen geleitet. „Die schenken uns ihre Zeit“, sagt Susanne
Kunsmann, „das ist einfach toll.“


Eine Zirkusfreizeit bot das EKJB in Emmelsbüll an. Bewusst habe man sich für einen Ort in Deutschland entschieden, damit auch Flüchtlingskinder, deren Aufenthaltsstatus nicht geklärt ist, teilnehmen können. Eine andere Reise ging nach Lettland, die Begegnung mit lettischen Jugendlichen stand dabei im Mittelpunkt. Toby Möller, hauptamtlicher Kollege im EKJB organisierte diese beiden Angebote. Anna Ihme, ebenfalls hauptamtliche Mitarbeiterin im EKJB begleitete junge Menschen auf der „Klima-Sail“, einer Segeltour durch die Ostsee, die unter dem Motto von Klimaschutz und Nachhaltigkeit steht. Eine Kanufreizeit für zwölf- bis 14-Jährige wurde ebenfalls von ihr verantwortet.


Insgesamt waren 90 Kinder mit dem EKJB unterwegs, 21 ehrenamtliche Teamer unterstützten die hauptamtlich Mitarbeitenden. „Ohne sie würde es nicht gehen“, so Susanne Kunsmann. „Viele haben jetzt schon gesagt, sie sind im nächsten Jahr gern wieder dabei, das freut uns riesig.“