Taufe feiern

Taufengel
Taufengel in der Kirche St. Martin in Osterhever. Bild: Klaus-Uwe Nommensen

Mit Gott verbunden bleiben

Die Taufe ist das grundlegende Ereignis im Leben eines Christenmenschen. Ein Mensch bekommt von Gott zugesprochen: Ich bleibe mit dir verbunden.

Zur Taufe beauftragt

Nach dem Bericht des Evangelisten Matthäus ist die Taufe von Christus selbst aufgetragen:

„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Wort, Zeichen und Einsetzung Christi machen die Taufe zu einer „heiligen Handlung“, einem Sakrament.

Taufe geschieht immer passiv

Niemand tauft sich selbst. Der Taufende macht mit der Taufhandlung Gottes verborgenes Heilswirken sichtbar. Gott handelt, und darum ist die Taufe zu den Sakramenten zu zählen. Das wird offensichtlich, wenn wir Kinder taufen. Nicht eine menschliche Leistung steht bei der Taufe im Vordergrund, sondern das grundlegende Ja Gottes zu diesem Menschen.

Ein getaufter Mensch soll leben

Er soll mit Gottes Lebensperspektive, seinem Lebensmut, seiner Lebenskraft und seiner Lebenslust leben können. Nicht mehr der Tod soll Macht über den Menschen haben.

Ein getaufter Mensch kann hoffen

Er kann immer wieder neu anfangen, auch wenn Menschen für ihn keine Wege sehen oder Chancen erkennen.

Ein getaufter Mensch ist Gottes Kind

Er gehört zur Familie Gottes gemeinsam mit vielen anderen, gemeinsam mit Menschen auf dem ganzen Erdball, gemeinsam mit Menschen aus Vergangenheit und Zukunft. Darum feiern wir mit jeder Taufe auch die Einheit der Christen.

Taufe ist kein Zauberritus

Sie macht aus dem immer wieder an seine Grenzen stoßenden Menschen nicht automatisch einen Menschen, der von nun an nach Gottes Vorstellungen und Lebensregeln lebt.

„Es bedeutet, dass der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäuft werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten; und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinheit vor Gott ewiglich lebe.“ So hat es Martin Luther für uns in seinem Kleinen Katechismus aufgeschrieben.

Patenamt

Ein Pate und eine Patin sind ursprünglich Taufzeugen und Zeugen des Glaubens. Sie sind konfirmiert und Mitglied der Kirche. Sie begleiten Eltern und Kind, indem sie sie an den Tauftag und an die Zusage dieses Tages erinnern. Das kann vielfältig geschehen:

• Durch Reden und Handeln versuchen, das Kind erfahren zu lassen, dass es vertrauen kann, dass es angenommen ist, dass es eine Würde hat und dass ihm eine Chance gegeben wird,

• gemeinsam den Gottesdienst besuchen (es gibt Kinder- und Familiengottesdienste),

• in einfacher Weise die Geschichten der Bibel erzählen (als Hilfe sind Bilderbücher und Kinderbibeln zu haben),

• mit den Eltern über christliche Erziehung sprechen.

Für das Patenkind und seine Eltern ist es wichtig, dass eine vertrauliche Beziehung entsteht. Offiziell endet das Patentamt mit der Konfirmation des Kindes. Doch die vertrauliche Beziehung kann weiter wachsen.


Du gehörst dazu

Weitere Informationen zur Taufe auf den Seiten der Nordkirche.


Taufsprüche

Eine Auswahl an Taufsprüchen finden Sie unter taufspruch.de.


e-wie evangelisch

Ein Erkennungs-T-Shirt dient dazu, dass jeder sofort erkennt: Diese Menschen gehören zusammen. Mit solch einem T-Shirt vergleicht Bernhard Felmberg die Taufe.

e-taufe.de